Mikrowellen

Ein Mikrowellenherd ist eine Küchenhilfe, die Lebensmittel via dielektrischem Aufheizen erwärmt. Dies wird mittels Strahlung erreicht, die bewerkstelligt, dass die polarisierten Moleküle im Essen aufgeheizt werden.

Mikrowellengeräte heizen Nahrungsmittel schnell und effizient auf, weil die Erregung der Moleküle eines Nahrungsmittels mit hohem Wasseranteil ziemlich gleichförmig ist. Das Essen wird in diesem Fall gleichmäßiger erhitzt als dies bei anderen Kochtechniken der Fall ist.

Mikrowellenherde sind populär, um vorher gekochte Nahrungsmittel wieder zu erhitzen und um Gemüse zu kochen. Sie sind auch für die schnelle Erhitzung von sonst langsam kochenden Artikeln nützlich, wie z.B. zum Schmelzen von Schokolade. Anders als bei herkömmlichen Öfen verbrennen oder karamellisieren Mikrowellengeräte gewöhnlich nicht direkt das Essen, da sie selten die notwendigen Temperaturen erreichen um dies zu tun. Ausnahmen kommen in seltenen Fällen vor, wo der Ofen z.B. dazu verwendet wird, um Braten oder andere sehr ölige Artikel wie Speck zu aufzuheizen. Hier werden viel höhere Temperaturen erreicht als beim Kochen von Wasser.

Da beim Zubereiten von kulinarischem Essen die meisten Aromen beim Braten, rösten oder backen erreicht werden, kann die Mikrowelle nur für ein begrenztes Spektrum bei der Zubereitung von wasserhaltigen Lebensmitteln eingesetzt werden.

Ein Mikrowellenherd besteht aus einer Stromversorgung, wie z.B. einem simplen Transformator, der dem Magnetron Strom zuführt. Einem Hochspannungskondensator, der mit dem Magnetron und Transformator verbunden ist. Das Magnetron wandelt nun elektrische Energie in Strahlung um und erhitzt somit das Essen.

Ein Mikrowellenherd wandelt nur teilweise die zugeführte Energie in Mikrowellenenergie um. Eine handelsübliche Mikrowelle konsumiert 1100W wandelt davon aber nur rund 700W in effektive Energie um. Das bedeutet, dass sie nur eine Energieeffizienz von 64% hat. Die anderen 400W werden als Wärmestrahlung abgegeben, für die Beleuchtung oder die Abluft genutzt oder versorgen den Drehteller und die Stromkreise des Bedienfeldes.

Zum Vorteil des Verbrauchers heizen sich Mikrowellenherde beim Betrieb selbst nicht auf und sie schalten sich automatisch nach der vorgegebenen Zeit ab. Durch den faradayschen Käfig gelangt auch keine Strahlung nach Außen und durch die allgemein geringeren Temperaturen ist die Handhabung dieses Gerätes auch viel sicherer für den Verbraucher.